Richard Wagner an Friedrich Feustel

24. März 1876

Theuerster Freund! 

Ich ersuche Sie, unseren Freund Gießel ernstlich darum anzugehen, daß er seinem Redacteur die Weisung ertheile, meinen Namen, und meine Angelegenheit in keiner Weise mehr in die Feder zu nehmen. Ich habe genug von der künstlichen Confusion der großen Zeitungen über mich, und wünschte nicht diese hier fortgeführt zu sehen, wo im Grunde nur sehr wenige etwas von mir wissen. Somit wünsche ich jeder »Unterstützung« des Bayreuther Tageblattes für verlustig gehalten zu werden. 

Nach diesem absurden Willkommen in Bayreuth, bitte ich Sie, wie immer mir gut zu bleiben, indem ich bei allen Göttern und Teufeln schwöre, es ebenfalls gegen Sie zu sein. 

Gott walt’s! 

Treu ergeben
Ihr
Richard Wagner. 

Bayreuth,
24. März Abends. 


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