Zum Meister. Er spricht viel über Mendelssohn, dessen Formsinn er lobend erwähnt. Auch über Mendelssohns Conzertouverturen spricht er sehr anerkennend. Besonders der „Hebriden“. Ich spreche Sieglinde mit dem Ton auf der zweiten Silbe aus! Er wird wütend darüber, schimpft auf das Undeutsche der Oesterreicher (Halb sind sie Slaven, und halb Italiener!) und kommt dann gleich, da er mein Entsetzen sieht, sehr lieb und gut zu mir, klopft mich auf die Schulter und sagt: „Na, Kindchen! So böse ist’s nicht gemeint! Wir bleiben doch gute Freunde!“ –
Es kommen Bittbriefe an ihn. Von einem Damenquartett, dann von einem armen Uhrmacher, der eine Hose von ihm verlangt. Wagner gibt alles seiner Frau zur Beantwortung und sagt: „Sie hat das Ressort für die hosenlosen Uhrmacher! –
Hofgarten. Mit Georg Unger, Froh und Siegfried studiert. Hinauf. Rheingold Decoration aufgestellt. Mit Brandt oben soupiert. Wagner will das g am Schlusse eines Wortes nicht wie ch, sondern als festes g ausgesprochen. Er sagt: Das ist das Beste an der Aussprache der Oesterreicher, dass sie das weichliche ch statt g nicht kennen.
