Montag 8ten (8. Mai 1876)

Cosima Wagner Tagebücher

Schlimme Nacht und sehr übler Tag mit Zahnreißen; Blutegel angelegt, etwas Erleichterung; R. hat Frl. Scheffsky, ihm noch besonders durch Hofrat Düfflipp als bescheidenes fleißiges Mädchen empfohlen, zu empfangen. Die Stimme und Persönlichkeit schön, er nimmt sie zur Sieglinde; sie klagt über ihre Stellung in München, einzig sei der König ihr günstig, er hat ihr auch das Zeugnis der Kmeister und des Intendanten, welches dahin lautete: »es würde nichts aus ihr«, zugeschickt, damit sie ihre Freunde kennen lerne.



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