Dritter Akt Siegfried, R. richtet ein, sehr angreifend für ihn; am Morgen Herr Kögel wenig erfreulich als Hagen, nachher Orchester, abends Einrichtung. Herr Unger dazu immer heiser; Herr Brandt in Verzweiflung, weil ihn die Maler Brückner im Stich gelassen, der Mechaniker aus London [1] mit nichts fertig, dazu Kriegsnachrichten!!! Herr Feustel bedenklich; jeder Tag kostet 2000 und einige Mark! R. vergleicht sich mit B. Cellini [2] beim Guß des Perseus. – Große Freude an der Schrift des Herrn v. Hagen über die erste Scene des Rheingoldes.
[1] Die Riesenschlange für Rheingold, 3. Bild, und Fafner, Siegfried II. Akt, wurde in London hergestellt, vgl. 7. Juli 1875, der »Wurm« erreichte Bayreuth nur in Teilen, ein Teil ging angeblich nach Beyrouth im Nahen Osten.
[2] Benvenuto Cellini (1500-1571), italien. Goldschmied und Bildhauer, Götterfiguren; seine Selbstbiographie in Deutschland durch Goethes Übersetzung 1803 bekannt.
