R. schreibt an Hofrat D.[1], um die Erklärung des kurzen Telegramms zu verlangen. – Dann telegraphiert er an Frau Materna, da er nun Direktor Jauner nicht mehr trauen kann. –
Abends Brief von Lilli Lehmann, Frau v. Voggenhuber ist in denselben Umständen wie Frau Vogl! …
Alle erklären die von R. ersehene Frl. Brandt für unmöglich, was sehr abgeschmackt, denn es ist bloß, weil sie nicht hübsch ist. Mallinger soll erklärt haben, sie würde gern Sieglinde singen, darauf wurde an sie von R. gestern telegraphiert. – R. ist [in] der Ertragung aller dieser Widerwärtigkeiten großartig. –
Wir lesen abends in »Don Quixote« weiter, die Schäferei.
[1] Hofrat Düfflipp, Sekretär Ludwigs des II.. Der König hatte telegraphiert, dass er auf „die Audition verzichte“.
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