Freitag 23ten (23. Juni 1876)

Cosima Wagner Tagebücher

R. doch immer sehr angegriffen, beklagt sich, daß er gänzlich das Namens-Gedächtnis verloren, neulich habe er Wilhelmj nennen wollen, und der Name sei ihm ganz entfallen. Er geht in die zweite Probe von Siegfried mit Klavier, nachdem er am Morgen die Orchesterprobe überwacht (die Tempi sehr wenig noch von Richter gekannt), »malt zu viele vier Viertel« – sagt R., ich empfange die Gräfinnen Usedom abends; R. gesellt sich spät zu uns, ärgert sich, daß die Kapellmeister (Eckert, Levi) so wenig hübsch über Unger sich aussprechen.

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