Donnerstag 2ten (2. März 1876)

Cosima Wagner Tagebücher

Besuche gemacht, empfangen, um halb sieben »Lohengrin«, R.’s magische Direktion wirkt Wunder, das Orchester spielt das Vorspiel, wie ich es nie gehört habe, der Chor ist prächtig, leider die einzelnen Sänger mehr denn mittelmäßig, unkorrekt, stimmlos, ohne Vortrag. Mehr und mehr erkenne ich die Unmöglichkeit, irgend etwas Erhabenes auf diesen bestehenden Theatern einzubürgern. – 

Spät abends allein mit R.; ich bin wehmütig gestimmt und ermüdet bis zur Erschöpfung.



Weiterführende Dokumente:

Tagebuch von Felix Mottl


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