Mittwoch 19ten (19. Januar 1876)

Cosima Wagner Tagebücher

Diktate und Arbeit. Dazu Ankunft von Tantièmen und Berechnung der Ausgaben. Bon Hofmann schreibt vom schlechten Besuch des Theaters; überall herrscht völliger Schrecken über die finanzielle Kalamität. »Daß nur ein Mann wie Bismarck uns helfen konnte«, sagt R., »zeigt, daß wir verloren sind.« – –

Direktor Jauner telegraphiert, daß er die Angelegenheit in R.’s Sinn ordnen wird, meldet auch zugleich, daß Herr Scaria als Bedingung seiner Mitwirkung 2500 Thaler vom 15ten Juli ab jetzt vorbezahlt [verlangt], dies empört R. so, daß er augenblicklich verzichten will, doch telegraphiert er noch an Betz, welche seine und Niemann’s Ansicht sei. –

Abends weiter in Pr. Lagarde’s Schrift.


Weiterführende Dokumente:

Originaldokument (Richard Wagner Stiftung):

Erwähnte Schrift von Paul de Lagarde „Über die gegenwärtige Lage des Deutschen Reichs“:


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