Spezial-Bureau des Reichskanzlers [Otto von Bismarck], Berlin an Richard Wagner, Bayreuth

15. Januar 1876

Berlin, den 15. Januar 1876.

Spezial-Bureau
des Reichskanzlers.

An den Herrn Professor Richard Wagner
Hochwohlgeboren
Bayreuth

Eurer Hochwohlgeboren beehre ich mich auf das an den Fürsten Reichskanzler gerichtete Schreiben vom 28. v. M. erhaltenem Auftrage gemäß ganz ergebenst zu erwidern, daß nochmals amtliche Erwägungen darüber stattgefunden haben, ob nicht der beantragte Vorschuß für das Bayreuther Unternehmen aus Reichsmitteln gewährt werden könnte. Die Schwierigkeiten, welche sich der Erfüllung Ihres Wunsches entgegenstellen, würden sich bedeutend vermindern, wenn, wie hier äußerlich verlautet der Verwaltungsrath des Bayreuther Unternehmens eine Petition um Förderung des letzteren durch Gewährung eines Vorschusses an den Reichstag richten, und der Reichstag sich in einem der Petition genstigen Sinne aussprechen sollte.

Bei der gegenwärtigen Lage der Sache kann Eurer Hochwohlgeboren ein definitiver Bescheid noch nicht ertheilt werden.

wenn, wie hier äußerlich verlautet der Verwaltungsrath des Bayreuther Unternehmens eine Petition um Förderung des letzteren durch Gewährung eines Vorschusses an den Reichstag richten, und der Reichstag sich in einem der Petition günstigen Sinne aussprechen sollte.

Bei der gegenwärtigen Lage der Sache kann Eurer Hochwohlgeboren ein definitiver Bescheid noch nicht ertheilt werden.

Genehmigen Eure Hochwohlgeboren die Versicherung meiner vorzüglichen Hochachtung.

(Name unleserlich)
Reg. Assessor


(Transkription in Arbeit)


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