Der König war in der Nacht angekommen. Von Bayreuth fuhr er gleich nach der Eremitage. Wagner hatte ihn auf der Station erwartet, fuhr mit ihm und blieb bis nachts 3 Uhr ohne Hofbeamten bei ihm.
Heute Morgen, die Stadt hatte sich aufs schönste geschmückt, fuhren die Spitzen der Verwaltung und der Bürgermeister nach Eremitage, um den König zu begrüßen, wurden aber nicht angenommen. Der Bürgermeister bat die Begleitung des Königs, sie möchten denselben bestimmen, die Huldigungen der Stadt anzunehmen und nach der Probe durch die illuminierte Stadt zu fahren. Auch dieses schlugen sie ab: „damit dürfen wir dem König nicht kommen.“ Es war Sonntag, die Straßzen ungemein belebt, auch von Landbewohnern, die ihren König begrüßen wollten.
Ich fuhr schon um 4 Uhr ins Theater, um Inspektion zu halten und mich anzuziehen, um ähnlich so zu erscheinen, wie Hill (Alberich), der mich gebeten hatte, 24 Takte für ihn zu figurieren, damit er sich zu einer Stelle: „Fing Eine diese Faust“ ausruhen konnte. Wagner haben wir gar nichts davon gesagt; im Zuschauerraum wurde die Doppelfigur nicht bemerkt.
Ungefähr um 6 ½ Uhr wurde Wagner per Estafette nach Eremitage befohlen. Die Probe sollte um 7 Uhr beginnen. Auf Umwegen, schlechten Straße, bergauf, bergab, kam der König mit Wagner und die Probe begann. Wie Wagner, welcher beim König in der Loge verblieb, und der König befriedigt waren, werde ich heute erfahren. Nach aller und meiner Ansicht ging alles glatt.
Hatte nun die Umgebung oder Wagner König dazu bestimmt, kurz, der König fuhr mit Wagner nach der illuminierten Stadt. Ich war früher fertig geworden, und der Zufall wollte, daß ich mit Frau Lammert und Frau Jaide kurz nach der Vorstellung abfahren konnte. Wir fuhren dicht hinter dem Wagen des Königs und sahen und hörten die Begeisterung des Volkes. Der König hatte sich allerdings alles verbeten, er hatte daran festgehalten, bis er doch noch Bayreuth durchfuhr, aber im geschlossenen Wagen. Es ist wirklich ein merkwürdiger König. Sonnabend kommt der Kaiser, unser alter, unverwüstlicher Wilhelm, da werden wir wohl das Gegenteil erleben, etwas, wie es noch nicht da war.
