Etwas besseres Wetter; wir gehen zum Generalife (oberhalb der Alhambra gelegen) sehr malerisch, mit göttlichen Veilchen; sehr hübsche maurische Villa, etwas ruiniert, in mehreren Terrassen. – Von da ab in die Stadt, Orangen gekauft und nach dem Süd-Osten des Ortes hin gewandert; Hübsche Klosterkirche mit Cypressen, dem Bach entlang; Sierra Nevada…
Es ist stürmisch und regnet; wir sitzen den ganzen vormittag zuhause und schreiben an diesem Tagebuche.Furchtbarer Ärger wegen des Telegramms nach Wahnfried: man fragt von Berlin wie der lieu de destination meines Telegrammes heisst, da diese elenden Kerle „Wahnfried Bayreuth“ auf das entsetzlichste verstümmelt hatten. Ich schimpfte wie toll, so…
Schwül und sonnig; spiegelglatte See. wir standen etwas lappig auf und waren vom Schlafe nur wenig erquickt – Ein schönes altes Segelschiff fährt mühsam vorbei; es erregte die grösste Sensation unter den Schiffsleuten, weil nämlich sonst im rothen Meere nie ein Segelschiff fährt; obwohl ja da ganz interessant ist, konnte…
Ich ziehe meine weissen Pyjamas an und finde mich entzückend, dazu die rothen Pantoffel, graue Strümpfe aus Mailand, eine Knall-Cravatte und frisch rasiert. – Diesen Effect muss ich in Bayreuth wiederholen. – Die Hitze ist unglaublich (84 Celsius[1] im Schatten 104 in d. Sonne) – einfach himmlisch, und das Meer wie…
Himmlisch warmes Wetter; wir zwei in vollständigem Sommerstaat, nur mit dem Allernotwendigsten angethan. Es ist vollständig wie im Juli; auch kein bisschen Wind; nach dem Frühstück sassen wir auf der Capitainsbrücke, ich fuhr in „Beethoven“ fort; dann nahm ich ein kaltes Bad, was herrlich wohlthat, das Wasser hat 16 Grad….
Göttliches Wetter! himmlische dunkelblaue See; wir vollständig sommerlich gekleidet, ich mit meinen alten rothen Frankfurter Künstler-Ball-Pantoffeln, – wir setzen uns heute auf die Capitains-Brücke unter einem Zeltdache, da unser Deck gestrichen wurde. Ich beendete Zola, und stürzte mich, als Bad, in Staat u. Religion, Erinnerungen an Schorr u. Brief an…
Sehr schön und warm, obwohl Nordwind; wir sehen rechts und links die Küsten des Golfs von Suez bis gegen Abend, doch alles etwas verschleiert, um 1 Uhr erscheint der Sinai, wo der arme Moses sich einst für sein elendes Volk mit Gesetzen abgeplagt hat. Sonst nichts aufzuzeichnen; ich vergiftete den ganzen…
Wir legten uns etwas zur Ruhe um 12 Uhr, um dann bei der Abfahrt frisch zu sein. Ich schlief und träumte gewaltig, bis der Capitain uns aufweckte. Wir gingen auf’s Deck, wo es recht kühl und windig geworden ist; wir stellten uns auf die Steuer-Ruder-Brücke und sahen dem Vorgange der…
Wunderbarer Tag; windstill; das sonst dunkelblaue Meer ist hell grün-grau geworden, das Zeichen, dass wir nur 10-15 Meilen von den Mündungen des Nils entfernt sind, der mit seinem Sand alles färbt. – Gegen 11 Uhr sehen wir sehr undeutlich den Leuchtthurm von Damiette, die Küste ist gar nicht zu sehen wegen…
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